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Heimtextilien & Schlafen
Bettwäsche-Größen: 135x200, 155x220, 200x220 - welche passt zu welchem Bett
135x200 oder 155x220? 80x80 oder 50x70? Dieser Ratgeber erklärt alle Bettwäsche-Größen für Deutschland, vergleicht sie mit den Maßen in der Türkei, den Niederlanden, Skandinavien und den USA - und zeigt, was zu tun ist, wenn Bezug und Decke nicht zusammenpassen.

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Haushalt & Organisation
Wie oft Bettwäsche wechseln? Intervalle, Waschtemperatur & Tipps
Die einen beziehen ihr Bett jede Woche frisch, die anderen einmal im Monat – und Umfragen zeigen, dass ein beachtlicher Teil der Deutschen sich sogar sechs Wochen und mehr Zeit lässt. Doch wie oft sollte man Bettwäsche wirklich wechseln? Und reicht es, sie bei 40 Grad zu waschen, oder müssen es 60 Grad sein? In diesem Ratgeber fassen wir zusammen, was Hygieneexperten empfehlen, welche Faktoren Ihren persönlichen Rhythmus bestimmen und bei welcher Temperatur Ihre Bettwäsche wirklich sauber wird – ohne Panikmache, aber mit klaren Regeln.
Warum regelmäßiges Wechseln wichtig ist
Wir verbringen rund ein Drittel unseres Lebens im Bett – und hinterlassen dort Spuren: Jede Nacht gibt der Körper bis zu einem halben Liter Feuchtigkeit ab, dazu kommen Hautschuppen (etwa ein Gramm pro Tag), Talg, Haare und Kosmetikreste. In der feuchtwarmen Umgebung des Bettes finden Hausstaubmilben, Bakterien und Pilze damit ideale Bedingungen. Für gesunde Menschen ist das zunächst kein Drama – Hygieneexperten betonen, dass auch ein etwas nachlässigerer Rhythmus nicht krank macht. Aber: Frisch bezogene Bettwäsche schläft sich nachweislich besser, riecht angenehm und beugt gerade bei Allergikern Beschwerden vor. Denn Milben ernähren sich von genau den Hautschuppen, die sich in Laken und Bezügen sammeln.
Die Faustregel: alle zwei Wochen – mit Ausnahmen
Als allgemeine Empfehlung gilt: Bettwäsche alle 14 Tage wechseln. Dieser Rhythmus reicht für die meisten Menschen aus – das bestätigen auch Hygieneexperten. Es gibt jedoch Situationen, in denen häufigeres Wechseln sinnvoll ist:
Situation
Empfohlenes Wechselintervall
Normalfall (keine Besonderheiten)
Alle 14 Tage
Sommer / starkes nächtliches Schwitzen
Wöchentlich
Hausstauballergie
Wöchentlich, bei starken Beschwerden alle 3–4 Tage
Haustier schläft im Bett
Wöchentlich
Nacktschläfer
Wöchentlich
Erkältung, Grippe oder ansteckende Krankheit
Sofort nach Genesung, während der Krankheit alle paar Tage
Kinderbett / Babybett
Wöchentlich, bei Bedarf sofort
Im Winter, wenn wir weniger schwitzen und länger im Schlafanzug schlafen, dürfen es auch mal drei Wochen sein – Ihr eigenes Empfinden ist ein guter Ratgeber: Riecht die Wäsche nicht mehr frisch, ist es Zeit.
Ist 40 Grad für die Bettwäsche ausreichend?
Die kurze Antwort: Für die normale, regelmäßige Wäsche ja – aber nicht immer. Bei 40 Grad wird Bettwäsche mit einem guten Vollwaschmittel optisch und geruchlich sauber, Schweiß und Talg werden zuverlässig gelöst. Das schont zudem Farben, Fasern und den Stromverbrauch.
Es gibt jedoch einen entscheidenden Punkt: Hausstaubmilben überleben Temperaturen bis etwa 58 Grad. Wer Milben und ihre allergieauslösenden Rückstände zuverlässig entfernen will, muss bei 60 Grad waschen. Dasselbe gilt, wenn jemand im Haushalt krank war – viele Bakterien und Viren werden erst bei 60 Grad in Kombination mit einem bleichehaltigen Vollwaschmittel (Pulver) sicher reduziert.
Unsere praktische Empfehlung für den Alltag:
Standard-Rhythmus: Bei 40 Grad waschen – ausreichend sauber, energiesparend, materialschonend.
Jede zweite bis dritte Wäsche sowie bei Allergie oder nach Krankheit: 60 Grad mit Vollwaschmittel – die Hygiene-Wäsche.
Wichtig ist, dass die Bettwäsche für 60 Grad geeignet ist – ein Blick auf das Pflegeetikett lohnt sich. Hochwertige Bettwäsche aus Baumwolle verträgt die 60-Grad-Wäsche in aller Regel problemlos.
Welche Temperatur für welches Material?
Material
Empfohlene Waschtemperatur
Hinweis
Baumwolle / Renforcé
40–60 °C
Unempfindlich, ideal für die 60-Grad-Hygienewäsche
Mako-Satin
40–60 °C
Auf links drehen, Feinwaschgang schont den Glanz
Biber / Flanell
40–60 °C
Kann leicht einlaufen – Herstellerangabe beachten
Jersey
40 °C
Elastische Fasern mögen keine Hitze
Mikrofaser
40 °C
Trocknet schnell, hohe Temperaturen schaden der Faser
Leinen
40–60 °C
Wird mit jeder Wäsche weicher, niedrig schleudern
Mehr zur Wahl des richtigen Stoffs lesen Sie in unserem Ratgeber Was sind die besten Bettwäschen?
Nicht vergessen: Laken, Kissen und Decken
Zur Betthygiene gehört mehr als der Bezug. Als Orientierung:
Bettlaken und Spannbettlaken sammeln am meisten Schweiß und Hautschuppen – sie sollten im selben Rhythmus wie die Bezüge gewechselt werden. Ein zweites Set Bettlaken im Schrank macht den Wechsel unkompliziert.
Kopfkissen und Bettdecken selbst gehören zwei- bis viermal pro Jahr in die Wäsche (sofern waschbar) – Milben leben nämlich nicht nur im Bezug, sondern auch in der Füllung. Welche Kissen sich leicht hygienisch halten lassen, erklärt unser Ratgeber Welches Kopfkissen empfiehlt der Orthopäde?
Matratzenschoner schützen die Matratze vor Feuchtigkeit und lassen sich – anders als die Matratze selbst – einfach mitwaschen. Passende Modelle finden Sie unter Topper & Matratzenschoner.
5 Tipps, mit denen Ihr Bett länger frisch bleibt
Morgens lüften statt Bett machen: Schlagen Sie die Decke zurück und lassen Sie das Bett 20–30 Minuten bei geöffnetem Fenster auslüften – Feuchtigkeit entweicht, Milben verlieren ihre Lebensgrundlage.
Beim Beziehen einmal komplett wenden: Kissen und Decken aufschütteln und die Matratze regelmäßig drehen – so nutzt sich alles gleichmäßig ab.
Nicht überladen waschen: Bettwäsche braucht Platz in der Trommel, sonst wird sie nicht richtig sauber gespült.
Auf links drehen und Reißverschluss schließen: Das schont Farben und verhindert, dass sich andere Wäschestücke im Bezug verfangen.
Zwei bis drei Garnituren im Wechsel nutzen: So hat jedes Set Zeit, vollständig zu trocknen und zu regenerieren – und der Wechsel scheitert nie an fehlendem Nachschub. Frische Garnituren in vielen Designs finden Sie in unserer Kategorie Bettwäsche.
Was passiert, wenn man Bettwäsche zu selten wechselt?
Zunächst einmal: nichts Dramatisches – die Vorstellung, dass in einem länger nicht bezogenen Bett sofort Krankheiten lauern, ist übertrieben. Was tatsächlich passiert, ist unspektakulärer, aber unangenehm genug: Hautfett und Schweiß reichern sich im Gewebe an und beginnen durch die Reaktion mit Sauerstoff zu riechen. Die Wäsche wirkt grau und fühlt sich klamm an. Die Milbenpopulation wächst – für Gesunde harmlos, für Hausstauballergiker der Auslöser von verstopfter Nase, tränenden Augen und unruhigem Schlaf. Und wer zu Hautunreinheiten neigt, reibt sein Gesicht Nacht für Nacht an einem zunehmend talg- und bakterienhaltigen Kissenbezug. Kurz: Krank macht seltenes Wechseln in der Regel nicht – aber erholsamer, hygienischer und angenehmer schläft es sich in frischer Wäsche allemal.
Bettwäsche richtig waschen: Schritt für Schritt
Vorbereiten: Bezüge auf links drehen, Reißverschlüsse und Knöpfe schließen, nach Farben sortieren (helle und dunkle Wäsche trennen).
Waschmittel wählen: Für weiße und helle Baumwollwäsche Vollwaschmittel-Pulver – es enthält Bleiche und wirkt hygienisch. Für bunte Wäsche Colorwaschmittel, das die Farben schützt. Weichspüler ist bei Bettwäsche Geschmackssache; bei Mikrofaser besser weglassen, da er die Fasern verklebt.
Programm: Normal- oder Buntwäscheprogramm bei 40 bzw. 60 Grad. Die Trommel nur zu etwa zwei Dritteln füllen – Bettwäsche braucht Bewegungsfreiheit.
Trocknen: Auf der Leine oder im Trockner (Pflegeetikett beachten). Wer Bettwäsche leicht feucht abnimmt und glatt zieht, kann sich das Bügeln meist sparen – bei Renforcé und Jersey ohnehin unnötig.
Aufbewahren: Komplett getrocknet in den Schrank – Restfeuchte führt zu muffigem Geruch. Praktisch: das Set im eigenen Kissenbezug verstauen, so bleibt alles zusammen.
Häufige Fragen zum Bettwäsche wechseln
Reicht es, die Bettwäsche alle 4 Wochen zu wechseln?
Aus rein gesundheitlicher Sicht ist ein 4-Wochen-Rhythmus für gesunde Menschen ohne Allergien meist unbedenklich – hygienisch optimal ist er nicht. Empfohlen werden 14 Tage; im Sommer, bei Allergien oder Haustieren im Bett eher wöchentlich.
Reichen 40 Grad, um Bettwäsche sauber zu waschen?
Für die regelmäßige Wäsche ja – Schweiß und Schmutz werden bei 40 Grad mit gutem Waschmittel gelöst. Milben und Krankheitserreger überleben jedoch: Dafür braucht es 60 Grad. Praktikabel ist der Wechsel: standardmäßig 40 Grad, regelmäßig und nach Krankheit 60 Grad.
Bei welcher Temperatur sterben Milben in der Bettwäsche?
Hausstaubmilben überleben bis etwa 58 Grad – sicher abgetötet werden sie erst bei einer 60-Grad-Wäsche. Allergiker sollten Bettwäsche deshalb grundsätzlich bei 60 Grad waschen.
Wie oft sollte man das Bettlaken wechseln?
Im selben Rhythmus wie die Bettwäsche – also alle ein bis zwei Wochen. Da das Laken direkten Hautkontakt hat und am meisten Feuchtigkeit aufnimmt, spricht nichts dagegen, es sogar häufiger zu wechseln.
Muss man neue Bettwäsche vor dem ersten Gebrauch waschen?
Ja. Neue Textilien können Produktionsrückstände und Appreturen enthalten – eine erste Wäsche entfernt sie und macht den Stoff weicher und saugfähiger.
Wie oft sollte man Kopfkissen und Bettdecke waschen?
Die Bezüge alle ein bis zwei Wochen, Kissen und Decken selbst etwa zwei- bis viermal im Jahr – sofern das Pflegeetikett es erlaubt. Nicht waschbare Füllungen regelmäßig lüften und alle paar Jahre austauschen.

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